Der Berliner Ortsteil Tempelhof liegt im Nordosten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Zu den benachbarten Ortsteilen gehören Schöneberg im Westen, Steglitz im Südwesten und Mariendorf im Süden sowie Britz im Südosten. Östlich von Tempelhof befindet sich der Ortsteil Neukölln und im Norden Kreuzberg. Der Name Tempelhof geht zurück auf den Templerorden. Die christlichen Ordensritter unterhielten hier einen wehrhaften Komturhof. Entstanden ist der Ortsteil wohl aus wilder Wurzel und wurde später zum Straßendorf. Der Ursprung des Ortes liegt wohl nahe der Straße Alt-Tempelhof zwischen Neuer Straße und Fuhrmannstraße. Aus dem Komtur der Templer wurde nach 1312 ein johannitischer Komtur. Diese hatten den Besitz der Tempelritter 1318 übernommen. 1435 wurden dieser Ort und die Nachbarorte Marienfelde, Mariendorf und Rixdorf an Berlin verkauft. Das zum Gut gewordene Ort wurde später mehrfach an Adlige verkauft. 1772 wurde Tempelhof unter Friedrich II. zum Exerzier- und Paradeplatz der Preußen. Das Tempelhofer Feld wurde schon vielfältig genutzt. Später wurde der Ort berühmt, als Arnold Böcklin 1883 dort Versuche mit einem motorisierten Flugzeug startete. Das Tempelhofer Feld wurde später zum Fußballplatz für Germania 1888. Geschichte schrieb das Tempelhofer Feld als von hier aus das erste Starrluftschiff startete. Seit 1923 ist das Tempelhofer Feld vor allem der Welt ein Begriff wegen des damals errichteten Flughafens. Während der Berliner Blockade war der Flughafen Tempelhof der Ort wo die Rosinenbomber landeten. Bis 1975 wurde über Tempelhof der gesamte Berliner Luftverkehr abgewickelt. Danach diente der Flughafen den Amerikanern als Stützpunkt. 2008 wurde der Flughafen Tempelhof geschlossen.
Bebauung
Tempelhof hat heute rund 62.400 Einwohner, die auf einer Fläche von 12,2 km² leben. Geprägt ist Tempelhof von Einfamilienhaus-Siedlungen, die von Industrieflächen und Grünflächen unterbrochen sind. Zu den Grünflächen auf dem Gebiet des Ortsteils Tempelhof gehören Parkanlagen und Laubenkolonien. Zu den größten Wohnquartieren von Tempelhof zählt die Bärensiedlung mit ca. 900 Wohnungen. Im Gegensatz dazu findet sich in Alt-Tempelhof eine eher dörfliche Bebauung. Südlich der S-Bahnlinie bis zur Ullsteinstraße findet sich das ursprüngliche Tempelhof wieder. Es handelt sich hier um eine Mixtur aus Industrie und Gewerbe und mitten drin Altbauten, die zu modernen Wohnungen umgebaut wurden. Entstanden ist dieser Teil von Tempelhof kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Beamten-Wohnstadt. Tempelhof ist aber auch ein sehr grüner Ortsteil von Berlin. Zwischen dem S-Bahn-Ring und Teltowkanal können Sie, wenn Sie über www.Ootel.com ein Hotel in diesem Ortsteil von Berlin gebucht haben, vier nahezu zusammenhängenden Parks durchqueren. Entstanden ist diese Kette von Parks durch Eiszeit-Löcher. Diese bilden heute die Teiche, die sich in den Parks befinden. Auf einem künstlich aufgeschütteten Berg aus Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg entstand ein weiterer Park auf dem Gebiet von Tempelhof, die Marienhöhe. Ein grüner Streifen direkt am Hafen bietet zudem die Möglichkeit am Teltowkanal entlang zu wandern, von Tempelhof bis in den Berliner Ortsteil Lichtenfelde. Tempelhof hat eine Reihe von sakralen Bauten. Hierzu gehören die Christi-Auferstehungs-Kirche, die Dorfkirche Tempelhof, die Glaubenskirche sowie die Rundkirche auf dem Tempelhofer Feld und die Herz-Jesu-Kirche, die St. Judas Thaddäus und St. Fidelis.
Kultur und Verkehr
Tempelhof besitzt mit der Columbiahalle und der Ufa-Fabrik zwei bekannte Veranstaltungsstätten für Kunst und Kultur. Am Tempelhofer Hafen befindet sich seit 2009 ein Einkaufszentrum. Dieses bildet mit dem Hafen Tempelhof ein Ensemble. Im Hafen findet jährlich ein Hafenfest statt. Der Berliner Ortsteil Tempelhof ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Die S-Bahnhöfe Attilastraße und Tempelhof sorgen für einen perfekten Anschluss ans übrige Berliner Stadtgebiet. Tempelhof verfügt zudem über mehrere U-Bahnhöfe, unter andrem am Platz der Luftbrücke. Versorgt werden diese Anschlüsse über die U-Bahn-Linie U6.